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Lautstarker Protest für Druck-KV in Linz

GPA-DJP Lautstark protestierten am Nachmittag des 17. Februar 2012 vor dem Druckhaus Wimmer auf der Promenade in Linz mehr als 500 GewerkschafterInnen gegen die Kündigung des Kollektivvertrages im Grafischen Gewerbe. Dazu aufgerufen hatte die GPA-djp, VertreterInnen der anderen Gewerkschaften bekundeten ihre Solidarität.

Durch die KV-Kündigung auf Betreiben von OÖN-Herausgeber Rudolf Cuturi droht ab April ein vertragsloser Zustand für 10.500 Beschäftigte der Branche. Cuturi vertritt die Arbeitgeberseite im Grafischen Gewerbe und gilt bundesweit als Scharfmacher gegen die Gewerkschaft.

BAGS: Leit– oder Leid-KV?

GPA-DJP Von Karin Antlanger

BAGS, Caritas, Diakonie – diese drei großen Kollektivverträge umfassen mittlerweile weit über 100.000 – in der Mehrheit weibliche – Beschäftigte. Diese Sozial-KVs sind noch relativ jung (BAGS seit 2004 in Kraft) und die ArbeitgeberInnenkurie verhält sich alles andere als sozial: So meinen etliche, ihre mangelnde Erfahrung als KV-VerhandlerInnen durch besondere Dreistigkeit wettmachen zu müssen.

Vom Kollegen zum Spielball des Unternehmens

PRO-GE Von Karl Haslinger

„Warte mal, Karl“ höre ich hinter mir jemanden rufen, als ich durch die große Werkstätte gehe. Ich bleibe stehen und drehe mich um: vor mir steht ein mittelgroßer Mann mittleren Alters. Ich kenne ihn vom Sehen und er trägt die „Voest-Uniform“.

Er ist also einer von „uns“, keiner der herumstehenden „Leistungszukäufe“, Angehörige von Fremdfirmen, die kurzfristige Jobs erledigen.

Lehrstelle im Tourismus für Jugendliche zu unattraktiv!

Vida „Zu tief ins Glas geguckt haben dürfte Wirtschaftskammer-Bundesobmann der Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft“, so der Bundesvorsitzende des Gewerkschaftlichen Linksblock in der vida (GLBvida) Josef Stingl, zu Johann Schenners Forderung Jugendliche aus dem Osten Österreichs mit einem finanziellen Bonus zu ködern damit sie in Vorarlberg, Tirol oder Salzburg eine Gastgewerbe-Lehrstelle anzunehmen – und das noch auf Kosten der ArbeitnehmerInnen, indem der monatliche Mobilitäts-Bonus aus dem von ihnen eingezahlten Arbeitslosengeldern finanziert wird. „Das Problem ist nicht, dass es im Westen Österreichs zu wenige Lehrstellensuchende gibt, sondern das Gastgewerbe-Arbeitsplätze in der Öffentlichkeit nicht unberechtigt einen schlechten Ruf haben!“ kontert der in Tirol als Koch werkende GLBvida-Funktionär.

Times They Are A-Changin´

Vida Von Werner Beier, Stv. Bundesvorsitzender des GLB

Was Bob Dylan 1964 proklamierte, trifft nur bedingt auf die Bahn und die EisenbahnerInnen zu, denn deren Bashing ist ja schon seit Jahrzehnten liebgewonnenes Brauchtum der rund acht Millionen österreichischen Bahnspezialisten und Expertinnen.

Tatsächlich hat der sprichwörtliche Hut für die Erhaltung der Bahn in bewährter Form und öffentlicher Hand durch die neoliberale Großoffensive der 90er Jahre zu brennen begonnen. Zertrümmerung der Unternehmensstrukturen, EU – Liberalisierungspakete und Frontalangriffe auf Anlagevermögen und Dienstrecht waren und sind die Folge.

Trotz fetter Produktivitätssteigerung mageres Angebot für die Beschäftigten

PRO-GE Das Verhandlungskomitee der Arbeitnehmerseite hat gestern nach sechstündigen Verhandlungen einstimmig beschlossen, die Metaller-Lohnverhandlungen abzubrechen.

Peter Scherz, Arbeiterbetriebsrat bei Magna-Steyr und steirischer AK-Rat des GLB, dazu: „Die Verhandlungen spießen sich an der Sturheit der Unternehmerseite, die für die Fleißigen in den Betrieben nichts übrig hat. Die Vertreter der Unternehmen „vergessen“, dass wir ein wirtschaftlich erfolgreiches Jahr hinter uns haben. Überall gibt es zweistellige Zuwachsraten. Aber wie schon so oft will uns die Unternehmerseite nicht einmal die Teuerung abgelten, geschweige denn die Produktivität.“

Hilfe für Postgewerkschafter in Not

GPF Helmut Köstinger, sozialdemokratischer Vorsitzender der Postgewerkschaft aus der Steiermark, nimmt offenbar Anleihen vom ehemaligen steirischen KP-Landtagsabgeordneten Ernest Kaltenegger bzw. den öffentlichen Mandataren der KPÖ-Steiermark.

Was ist der Gesellschaft soziale Arbeit wert?

GPA-DJP BAGS-Kollektivvertrag – ein Mittel zur Sicherung einer Billiglohnbranche? Von Karin Antlanger, BRV EXIT-sozial Linz

Seit Juli 2004 ist er in Kraft – der Kollektivvertrag für private Gesundheits-und Sozialdienste – der BAGS-KV. Auf den ersten Blick für manche eine wichtige Absicherung ihrer arbeitsbezogenen Ansprüche, doch bei genauerem Hinschauen ein janusköpfiges Machwerk, in dem sich die ökonomischen Interessen der Bundesregierung und der Landesregierungen weitgehend durchgesetzt haben: