Willkommen bei GLB - Gewerkschaftlicher Linksblock in ÖGB und AK

Lehrstelle im Tourismus für Jugendliche zu unattraktiv!

Vida „Zu tief ins Glas geguckt haben dürfte Wirtschaftskammer-Bundesobmann der Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft“, so der Bundesvorsitzende des Gewerkschaftlichen Linksblock in der vida (GLBvida) Josef Stingl, zu Johann Schenners Forderung Jugendliche aus dem Osten Österreichs mit einem finanziellen Bonus zu ködern damit sie in Vorarlberg, Tirol oder Salzburg eine Gastgewerbe-Lehrstelle anzunehmen – und das noch auf Kosten der ArbeitnehmerInnen, indem der monatliche Mobilitäts-Bonus aus dem von ihnen eingezahlten Arbeitslosengeldern finanziert wird. „Das Problem ist nicht, dass es im Westen Österreichs zu wenige Lehrstellensuchende gibt, sondern das Gastgewerbe-Arbeitsplätze in der Öffentlichkeit nicht unberechtigt einen schlechten Ruf haben!“ kontert der in Tirol als Koch werkende GLBvida-Funktionär.

Times They Are A-Changin´

Vida Von Werner Beier, Stv. Bundesvorsitzender des GLB

Was Bob Dylan 1964 proklamierte, trifft nur bedingt auf die Bahn und die EisenbahnerInnen zu, denn deren Bashing ist ja schon seit Jahrzehnten liebgewonnenes Brauchtum der rund acht Millionen österreichischen Bahnspezialisten und Expertinnen.

Tatsächlich hat der sprichwörtliche Hut für die Erhaltung der Bahn in bewährter Form und öffentlicher Hand durch die neoliberale Großoffensive der 90er Jahre zu brennen begonnen. Zertrümmerung der Unternehmensstrukturen, EU – Liberalisierungspakete und Frontalangriffe auf Anlagevermögen und Dienstrecht waren und sind die Folge.

Der GLBvida zu den Gehaltsverhandlungen bei den ÖBB

Vida Da der im Vorjahr für ein Jahr abgeschlossene Gehaltsabschluss mit 30. Juni endet stehen Gehalts- bzw. Lohnverhandlungen für die MitarbeiterInnen bei den ÖBB an. Nach den aktuellen Prognosen des Wirtschaftsforschungsinstitutes wird sich das Wirtschaftswachstum in Österreich 2011 bei 2,4 Prozent einpendeln. Demgegenüber steht eine zu erwartenden Teuerungsrate um die 2,9 Prozent.

Gesetzlicher Mindestlohn verpönt

Vida Von Josef Stingl

„Gesetzlicher Mindestlohn“ ist eine Forderung, die im ÖGB und seinen Fachgewerkschaften verpönt ist. Das würde ja die KV-Verhandlungsfähigkeit der Gewerkschaften untergraben. Mindestlohn ja, aber nur durch das Verhandlungsgeschick des ÖGB sei ein solcher wirklich sinnvoll. So oder ähnlich weht jenen der Wind entgegen, die sich für einen gesetzlichen Mindestlohn stark machen.

Schöne neue Westbahnwelt

Vida Von Werner Beier, Stv. GLB-Bundesvorsitzender

Mit Winterfahrplanwechsel 2011 will die neue Westbahn AG auf der profitablen Strecke Wien - Salzburg mit attraktiven Angeboten Furore machen. Im Zeichen der europäischen Eisenbahnliberalisierung ist es nun auch für Privatunternehmen möglich, den staatlichen Eisenbahnen die wenigen Rosinen aus dem Verkehrskuchen zu picken.

Schaffnerlos

Vida Von Franz Eisinger

Für ein Honorar von rund 800.000 Euro an eine Beraterfirma hat das Management der ÖBB ein neues Einsparungspotential erkannt. Ab dem Fahrplanwechsel im Dezember sollen Österreichweit rund ein Viertel der Zugbegleiter eingespart werden.

Zahlreiche Züge werden in Zukunft als Geisterzüge ohne Schaffner durch das Land fahren. Damit werden ca. 400 Mitarbeiter, die täglich für Sicherheit und Ordnung sorgen, Hilfestellungen und Serviceleistungen anbieten, arbeitslos.

2. vida Gewerkschaftstag

Vida Von Franz Grün

Überschattet wurde der 2. vida Gewerkschaftstag vom von der rotschwarzen Regierung geschnürten Belastungspaket welches vor allem den Familien eine unzumutbare Bürde auferlegt. Da helfen auch nicht die eiligen Beteuerungen des Sozialministers der eine gleichmäßige Belastung aller sehen will. Am Eröffnungstag sorgte der Kabarettist I. Stangl mit seinem bissigen und sehr realitätsnahen Programm für Heiterkeitsausbrüchen im Saal des Austria Centers aber auch für ernste und betretene Gesichter in der ersten Reihe.

vida-Gewerkschaftstag: Hundstorfer-Kritik von allen Seiten

Vida Der 2. Gewerkschaftstag der vida wird vom familien- und arbeitnehmerInnenfeindlichen Belastungspaket der rotschwarzen Bundesregierung überschattet. Dementsprechend konnte sich Sozialminister Rudolf Hundstorfer nach seinem Gastreferat von den Delegierten seine Schelte abholen.

Der Vorsitzende des GLBvida, Josef Stingl, eröffnete den Reigen der KritikerInnen. Er meinte die sozialdemokratischen Vorgänger Hanusch, Dallinger oder Hesoun hätten noch gesellschaftspolitische Visionen gehabt, bei dem derzeitigen Sozialminister gäbe es nur mehr die Vision des Rechenstifts.