Willkommen bei GLB - Gewerkschaftlicher Linksblock in ÖGB und AK

Schöne neue Westbahnwelt

Vida Von Werner Beier, Stv. GLB-Bundesvorsitzender

Mit Winterfahrplanwechsel 2011 will die neue Westbahn AG auf der profitablen Strecke Wien - Salzburg mit attraktiven Angeboten Furore machen. Im Zeichen der europäischen Eisenbahnliberalisierung ist es nun auch für Privatunternehmen möglich, den staatlichen Eisenbahnen die wenigen Rosinen aus dem Verkehrskuchen zu picken.

Schaffnerlos

Vida Von Franz Eisinger

Für ein Honorar von rund 800.000 Euro an eine Beraterfirma hat das Management der ÖBB ein neues Einsparungspotential erkannt. Ab dem Fahrplanwechsel im Dezember sollen Österreichweit rund ein Viertel der Zugbegleiter eingespart werden.

Zahlreiche Züge werden in Zukunft als Geisterzüge ohne Schaffner durch das Land fahren. Damit werden ca. 400 Mitarbeiter, die täglich für Sicherheit und Ordnung sorgen, Hilfestellungen und Serviceleistungen anbieten, arbeitslos.

2. vida Gewerkschaftstag

Vida Von Franz Grün

Überschattet wurde der 2. vida Gewerkschaftstag vom von der rotschwarzen Regierung geschnürten Belastungspaket welches vor allem den Familien eine unzumutbare Bürde auferlegt. Da helfen auch nicht die eiligen Beteuerungen des Sozialministers der eine gleichmäßige Belastung aller sehen will. Am Eröffnungstag sorgte der Kabarettist I. Stangl mit seinem bissigen und sehr realitätsnahen Programm für Heiterkeitsausbrüchen im Saal des Austria Centers aber auch für ernste und betretene Gesichter in der ersten Reihe.

vida-Gewerkschaftstag: Hundstorfer-Kritik von allen Seiten

Vida Der 2. Gewerkschaftstag der vida wird vom familien- und arbeitnehmerInnenfeindlichen Belastungspaket der rotschwarzen Bundesregierung überschattet. Dementsprechend konnte sich Sozialminister Rudolf Hundstorfer nach seinem Gastreferat von den Delegierten seine Schelte abholen.

Der Vorsitzende des GLBvida, Josef Stingl, eröffnete den Reigen der KritikerInnen. Er meinte die sozialdemokratischen Vorgänger Hanusch, Dallinger oder Hesoun hätten noch gesellschaftspolitische Visionen gehabt, bei dem derzeitigen Sozialminister gäbe es nur mehr die Vision des Rechenstifts.

35 Euro sind nicht genug

Vida Die von den Verhandlungspartnern der vida und der ÖBB-Konzernvertretung abgeschlossenen Gehaltsverhandlungen können aus Sicht des GLB in der vida nur als unzureichend bezeichnet werden. Zwar ist man mit dem Abschluss eines Fixbetrages einer langjährigen Forderung des Gewerkschaftlichen Linksblock nachgekommen, um die Einkommensschere nicht weiter auseinanderdriften zu lassen, der Fixbetrag in seiner Höhe stellt an sich keine Befriedigung dar.

Drittbester Winter und zufriedenstellender KV-Abschluss?

Vida Rückwirkend für den 1. Mai 2010 wurde „nach zähen und langen Verhandlungen“ (vida - O-Ton) am 4. Mai der KV-Abschluss für die Hotellerie und Gastronomie erzielt.

„Ab Mai 2011 gilt Mindestlohn von 1.000 Euro netto. (…) Die Kollektivvertragsgehälter für die rund 25.000 Angestellten werden für den 1. Mai 2010 um 1,65 Prozent und ab 1. Mai 2011 um 2,05 Prozent erhöht. Außerdem konnte eine bundesweite Angleichung der Lehrlingsentschädigungen und eine Anhebung der Bekleidungspauschale auf 34,50 Euro erzielt werden. (…) Wir konnten in schwierigen Verhandlungen für die Beschäftigen in der Hotellerie und Gastronomie einen zufriedenstellenden Abschluss erzielen “, so dazu die Gewerkschaft vida in ihrer Aussendung.

Pensionsreformen bei den ÖBB

Vida Von Franz Grün

Seit dem Jahr 1997 wurde die Pensionsregelung für unkündbare ÖBB-Bedienstete viermal reformiert. Dies jedes Mal zu Ungunsten der zu Recht murrenden EisenbahnerInnen welche unter gänzlich anderen Voraussetzungen ihren Dienst bei den Österreichischen Bundesbahnen begannen. Hiezu kommt die allgegenwärtige Hetzkampagne diverser Staatssekretäre (Kukacka, Lopatka) gegen die EisenbahnerInnen welche von diversen Massenblättern allzu gerne aufgegriffen wird.

Brüsseler Spitzen

Vida Von Werner Beier, Stv. Bundesvorsitzender des GLB und Stv. Vorsitzender des GLBvida

Wenn heute ÖBB-Kundinnen und Kunden die widrigen Bedingungen beim Bahnfahren beklagen, so ist dies die logische Folge einer nahezu zwanzigjährigen Politik. Der GLB hat bereits in den frühen 90ern vor dieser Entwicklung gewarnt und es bedarf keiner prophetischen Begabung um vorher zu sehen, dass im zukünftigen Rückblick sogar die heutigen Zustände noch positiv bewertet sein werden.