Willkommen bei GLB - Gewerkschaftlicher Linksblock in ÖGB und AK

ÖBB und politischer Verwesungsgeruch

Vida Von Werner Beier

Verlorene Zockermillionen, Datenaffäre, abenteuerliche Spesenabrechnungen von Aufsichtsräten und ein durch jahrelanges personelles Aushungern geschaffenes Chaos im Alltagsgeschäft prägen aktuell das Bild der ÖBB. Garniert wird dies durch eine drohende Bilanzkatastrophe, werden doch die horrenden Infrastruktur- und Baukosten budgetkosmetisch und Brüsselgerecht ganz selbstverständlich in der ÖBB-Bilanz geparkt.

Managerkultur - Die Bahn im Wahn

Vida Von Franz Grün

Die regelmäßige mediale Präsenz der Österreichischen Bundesbahnen wäre an sich zu begrüßen – wären die Meldungen nicht immer negativ behaftet. Verantwortlich dafür sind in vielen Fällen die Spitzenmanager der Bahn. Für die Tagesabläufe sind jedoch andere zuständig.

Datenskandal: Die kranken Eisenbahner

Vida Von Werner Beier, Stv. GLB-Vorsitzender

Halten wir fest: Ein Betrieb wie die ÖBB sind weder Mädchenpensionat noch ein Ministerium. Hier wird schwere, gefährliche Arbeit rund um die Uhr und bei jeder Witterung an jedem Tag des Jahres durchgeführt. Wenn Bürokraten, Politik und Medien immer wieder mit der angeblich so hohen Anzahl von Krankenstandstagen im Österreichvergleich argumentierten, hat der GLB-Vida stets auf die zahlreichen schweren Arbeitsunfälle mit entsprechender Nachsorgung und die naturgemäß auftretenden Leiden einer ausgebrannten und überalterten Belegschaft hingewiesen. Wer eins und eins zusammen zählen kann, wird auch erkennen, dass sich dieses Problem durch die Anhebung des Pensionsalters eher noch verschärfen wird.

AUA – das Finale

Vida Von Werner Beier, Stv. GLB-Bundesvorsitzender und Stv. Vorsitzender des GLBvida

Nachdem die ehemals staatliche Luftlinie noch tiefer in die roten Zahlen geraten war, scheint nationale Beruhigung und Wohlgefallen über die doch noch gelungene Abnabelung und Mitgift zu Gunsten der deutschen Lufthansa zu herrschen. Oder wie sonst nennt sich ein Geschenk, dem noch hunderte Millionen von Steuergeldern quasi beigepackt werden?

Zu den Betriebsratswahlen bei den ÖBB 2009

Vida Kommentar von Werner Beier, stv. Vorsitzender des GLBvida

Die am 5. Juni 2009 zu Ende gegangenen Betriebsratswahlen bei den Österreichischen Bundesbahnen brachten ein enttäuschendes Ergebnis für den Gewerkschaftlichen Linksblock. Von 27.527 gültigen Stimmen entfielen 220 oder 0,8 Prozent (2005 waren es 2,16 Prozent) an den GLB-vida. Das ergibt zwei Betriebsratsmandate ohne dem Ergebnis der Liste unabhängiger Zugbegleiter (LUZUB).

Bahn von unten

Vida Von Werner Beier

Von den im ehemaligen Generalverkehrsplan der schwarzblauen Regierung aufgelisteten Investitionsvorhaben im Volumen von 1,2 Milliarden Euro stehen wir 2009 bei bereits 2,174 Milliarden Euro und 2014 bei 2,5 Milliarden Euro. Selbstverständlich steht der GLBvida hinter sinnvollen Bau- und Investitionsvorhaben in die Zukunft modernen Schienenverkehrs, aber hier führt offensichtlich die Abgehobenheit eines Geflechts aus Politik und Wirtschaft die Alleinregie!

Die ÖBB brauchen eine Zukunftsorientierung

Vida Die Situation der ÖBB ist alles andere als rosig. Der hochbezahlte Vorstand hat mit Rückendeckung und im Auftrag der Regierung das Unternehmen in den letzten Jahren immer stärker in eine Sackgasse manövriert. Der Schuldenstand ist 2008 um 33,5 Prozent (!) auf 14,1 Milliarden Euro gestiegen, während trotz eines um 5,6 Prozent auf 5,8 Milliarden gestiegenen Umsatzes ein Verlust von 969 Millionen Euro zu verzeichnen ist.