Willkommen bei GLB - Gewerkschaftlicher Linksblock in ÖGB und AK

Es liegt nicht an uns – oder doch?

Meinung Von Heidi Ambrosch
Angestellte in Wien
In verschiedenen feministischen Zusammenhängen aktiv

Wer kennt sie nicht, aus den Zeitschriften, aus dem TV – die Karrierefrau: Sie hat es geschafft, sie gehört zu den Top-VerdienerInnen. Frauen können das genauso wird uns da suggeriert und unser Selbstwertgefühl rutscht in den Keller.

Internationaler Frauentag

Meinung Von Claudia Klimt-Weithaler
Leiterin der Kinderkrippe des Vereins "Modellino" in Graz
KPÖ-Landtagsabgeordnete in der Steiermark

Mädchen wachsen heute in dem Gefühl auf, dass sie gleichberechtigt sind und ihnen später alle Türen offen stehen. Die Frauenbewegung erscheint ihnen antiquiert, deren Ziele sind ja vermeintlich schon erreicht. Das böse Erwachen kommt nach dem Schulabschluss, bei Studentinnen nach dem Examen: ihre Berufs- und Aufstiegschancen sind schlechter, Frauen bekommen für gleiche Arbeit weniger Geld als ihre männlichen Kollegen.

Winter- und Sommerschlussverkauf für Arbeitslöhne

Meinung Von Lilian Stadler
Angestellte und GLB-Aktivistin in Wien

Schnäppchenjagd für Unternehmen aller Art: Den Anfang macht die Bolkestein „EU-Dienstleistungsrichtlinie“, wonach der Anbieter das Arbeitsentgelt entsprechend den Sozial-Standards seines Herkunftslandes gestalten kann. Im Klartext hieße das, dass alle arbeitsrechtlichen Vereinbarungen, alle erkämpften Rechte der österreichischen Arbeiterinnenbewegung außer Kraft gesetzt werden können. Obwohl es eine breite Protestwelle dagegen gab, soll noch während der österreichischen EU-Präsidentschaft diese Richtlinie beschlossen werden.

Frauen in der Gremienfalle

Meinung Von Karin Antlanger

Ob Muttertag, Frauentag, Valentinstag – sie alle haben eines gemeinsam: die Medien sind einen Tag lang voll mit Erklärungen, welchen Ursprungs dieser Tag ist, woher er kommt, was an diesem Tag ausgedrückt werden will und was erreicht werden soll und dass wir alle nett zueinander sein sollen.

Wer verdient Existenzsicherheit?

Meinung Ein Diskussionsbeitrag von Melina Klaus

Die erlebte Prekarisierung, der erlebte Gang aufs Sozialamt, die erlebte Arbeitssuche, die erlebte Suche nach Betreuungs- oder Pflegeeinrichtungen, die gelebte Planungsunsicherheit in befristeter Beschäftigung, ... gerade Frauenalltag macht deutlich wie drängend und dringend die Frage nach sozialer- und Existenzsicherheit gestellt werden muss! Also wie jetzt? Wie jetzt auf Prekarisierung, Unsicherheiten, Nöte reagieren? Wie soziale Absicherung gewährleisten? Wer 'verdient' sich wie den Anspruch darauf?

Soziale Dimension als große Chance

Meinung Von Lutz Holzinger
Journalist in Wien

Österreich hat den Minderwertigkeitskomplex, den der Zerfall der Donaumonarchie ausgelöst hat, noch immer nicht ganz überwunden. Anders wäre es nicht denkbar, dass die heimische Öffentlichkeit die routinemäßige Übernahme der EU-Präsidentschaft zum Großereignis aufgebauscht hat.

Pflegen kann jede(r)!?

Meinung Von Ursula Lang

Schenkt man den Aussagen mancher Politiker Glauben, dann muss diese Frage mit ja beantwortet werden. Um einem drohenden Pflegenotstand zu entgehen, werden immer wieder fragwürdige Vorschläge zur Diskussion gestellt.

Abschiedsbrief von Sigi Maron

Meinung von Sigi Maron

Sehr geehrter Herr Klimek,

mein Kaffeehäferl mit dem Bildnis von Che Guevara ist verschwunden. Ich vermisse es. Lange hat es mir treu gedient, jetzt ist es weg. Zurzeit trinke ich meinen Kaffe aus einem Leninhäferl. Schmeckt lange nicht so gut wie aus dem Che Guevara Häferl. Das Leninhäferl habe ich früher nur zum Wodkatrinken benutzt. Besser als Granderwasser, glauben Sie mir.