Willkommen bei GLB - Gewerkschaftlicher Linksblock in ÖGB und AK

Rastlose ArbeiterInnenbewegung, ratlose Sozialdemokratie

Meinung Von Thomas Rammerstorfer

Vorweg: Das Buch ist in seiner Faktenfülle bezüglich der Geschichte des Arbeitskampfs in deutschen Ländern wohl einzigartig und als solches zu empfehlen, allein weil nichts Vergleichbares existiert. Beginnend mit dem „ersten Arbeitskampf auf deutschen Boden“, dem Gürtlerstreik in Breslau 1329 spannt sich der Bogen bis zum Metallerstreik in Ostdeutschland 2003. In der detailreichen und mit zahlreichen Zitaten versetzten Schilderung von Arbeitskämpfen liegt zweifelsohne die Stärke des Buches. Der Streik der schlesischen Weber 1844 der MunitionsarbeiterInnenstreik 1918, der Generalstreik gegen den konterrevolutionären Kapp-Putsch 1920 - insgesamt werden 61 Arbeitskonflikte und deren politischen und juristischen Folgen geschildert.

CSR - Corporate Social Responsibilty, oder wie sich der Bock zum Gärtner macht

Meinung Von Franz Schäfer (Mond)
Netzwerktechniker, aktiv in der GPA work@IT

Die katastrophalen Auswirkungen des Kapitalismus werden für immer mehr Menschen sichtbar und der sich formierende Widerstand gegen die Diktatur der Konzerne bleibt nicht unbemerkt. Die Bilder von Seattle und Genua vor Augen wurde in den Chefetagen angefangen darüber nachzudenken wie denn darauf reagiert werden soll.

Billiges Glück

Meinung Von Bärbel Mende-Danneberg

Wahrhaben möchte es niemand, aber es wird kommen: Wohin mit uns im Alter? Ab ins Siechenheim, in eine Alten-WG, ins Pensionistenheim oder so lange wie möglich in den eigenen vier Wänden? Aussuchen werden es sich die meisten nicht können, denn das ist letztlich auch eine Geldfrage. Sicher ist, dass sich die Zahl der über 80-Jährigen in zehn Jahren verdoppelt haben wird, und schon heute wird uns der Pflegekollaps prophezeit.

Es liegt nicht an uns – oder doch?

Meinung Von Heidi Ambrosch
Angestellte in Wien
In verschiedenen feministischen Zusammenhängen aktiv

Wer kennt sie nicht, aus den Zeitschriften, aus dem TV – die Karrierefrau: Sie hat es geschafft, sie gehört zu den Top-VerdienerInnen. Frauen können das genauso wird uns da suggeriert und unser Selbstwertgefühl rutscht in den Keller.

Internationaler Frauentag

Meinung Von Claudia Klimt-Weithaler
Leiterin der Kinderkrippe des Vereins "Modellino" in Graz
KPÖ-Landtagsabgeordnete in der Steiermark

Mädchen wachsen heute in dem Gefühl auf, dass sie gleichberechtigt sind und ihnen später alle Türen offen stehen. Die Frauenbewegung erscheint ihnen antiquiert, deren Ziele sind ja vermeintlich schon erreicht. Das böse Erwachen kommt nach dem Schulabschluss, bei Studentinnen nach dem Examen: ihre Berufs- und Aufstiegschancen sind schlechter, Frauen bekommen für gleiche Arbeit weniger Geld als ihre männlichen Kollegen.

Winter- und Sommerschlussverkauf für Arbeitslöhne

Meinung Von Lilian Stadler
Angestellte und GLB-Aktivistin in Wien

Schnäppchenjagd für Unternehmen aller Art: Den Anfang macht die Bolkestein „EU-Dienstleistungsrichtlinie“, wonach der Anbieter das Arbeitsentgelt entsprechend den Sozial-Standards seines Herkunftslandes gestalten kann. Im Klartext hieße das, dass alle arbeitsrechtlichen Vereinbarungen, alle erkämpften Rechte der österreichischen Arbeiterinnenbewegung außer Kraft gesetzt werden können. Obwohl es eine breite Protestwelle dagegen gab, soll noch während der österreichischen EU-Präsidentschaft diese Richtlinie beschlossen werden.

Frauen in der Gremienfalle

Meinung Von Karin Antlanger

Ob Muttertag, Frauentag, Valentinstag – sie alle haben eines gemeinsam: die Medien sind einen Tag lang voll mit Erklärungen, welchen Ursprungs dieser Tag ist, woher er kommt, was an diesem Tag ausgedrückt werden will und was erreicht werden soll und dass wir alle nett zueinander sein sollen.

Wer verdient Existenzsicherheit?

Meinung Ein Diskussionsbeitrag von Melina Klaus

Die erlebte Prekarisierung, der erlebte Gang aufs Sozialamt, die erlebte Arbeitssuche, die erlebte Suche nach Betreuungs- oder Pflegeeinrichtungen, die gelebte Planungsunsicherheit in befristeter Beschäftigung, ... gerade Frauenalltag macht deutlich wie drängend und dringend die Frage nach sozialer- und Existenzsicherheit gestellt werden muss! Also wie jetzt? Wie jetzt auf Prekarisierung, Unsicherheiten, Nöte reagieren? Wie soziale Absicherung gewährleisten? Wer 'verdient' sich wie den Anspruch darauf?