Willkommen bei GLB - Gewerkschaftlicher Linksblock in ÖGB und AK

Wir müssen sparen, damit wir uns den Reichtum weniger leisten können

Meinung Von Alois Reisenbichler

Wir da unten ……

Selbst in St. Pölten wird die Zahl jener Menschen, die mit Schwarzarbeit und zum Teil mit Stehlen von Gütern des täglichen Bedarfs ihr wirtschaftliches Überleben sichern (müssen), größer. Wenig Lohn heißt wenig Arbeitslosengeld oder Notstandshilfe, offene Rechnungen nicht bezahlt und Mahnklagen mit enormen Spesen folgen, woher das Geld für die Miete zum 1. nehmen, je härter der Konkurrenzkampf um jeden Job, desto schwerer für jene, die sich ohnehin schon schwer tun.

Die Sozialpartnerschaft lebt…

Meinung Von Leo Furtlehner

Am 20. Oktober 2005 war die Welt noch in Ordnung: ÖGB-Präsident Fritz Verzetnitsch und der oö ÖGB-Landessekretär Erich Gumpelmaier beteiligten sich an der ersten „sozialpartnerschaftlichen Radpartie“. Geradelt wurde von Schlögen nach Aschach. Eingeladen dazu hatte kein geringerer als WKÖ-Präsident Christoph Leitl. Die Achse zwischen dem „schwarzen“ Leitl und dem „roten“ Verzetnitsch funktionierte wie geschmiert.

Aktuelle Krise des ÖGB für Erneuerung nutzen

Meinung Gastbeitrag von Reinhart Sellner
Stellvertretender Vorsitzender der Unabhängigen GewerkschafterInnen in der GÖD

Wenn Kollege Neugebauer davon spricht, dass die Krise des ÖGB eine Chance für Reformen ist, dann geben wir ihm Recht. Aber wenn diese Reformen nicht auf Neu- und Wiederaufbau eines solidarischen und parteiunabhängigen ÖGB abzielen, dann sind wir sicher nicht dabei.

Gute Schule – böse Schule ?

Meinung Von Dagmar Schulz

Öffentliche Schule? Eliteschule ? Privatschule? Gesamtschule? Schule ist ein Thema, das keine/n kalt lässt – hat doch jede/r mehr oder weniger positive oder negative persönliche Erfahrungen mit dieser Institution gemacht. Angeblich gibt es zum Thema „Fußball“ in Österreich 5 Millionen ExpertInnen, zum Thema „Schule“ sind es wahrscheinlich 8 Millionen. Umso wichtiger ist es, dieses brisante Thema sachlich – und losgelöst von eigenen Erfahrungen zu betrachten, denn Zündstoff gibt es in der laufenden Schuldebatte, die zugleich von großer gesellschaftspolitischer Bedeutung ist, genug.

Gegen Privatisierung langen Atem beweisen

Meinung Rede von Gerald Oberansmayr (Aktionskomitee gegen die Privatisierung der Post) beim Protestmarsch am 17. März 2006 in Linz

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

vor zwei Wochen hat die Bilanzpressekonferenz des Postvorstandes stattgefunden, wo die Ergebnisse für das Jahr 2005 präsentiert worden sind. In dieser Bilanz zeigen sich die Manager hochzufrieden: zwei Meldungen stechen in der Jubelbilanz hervor: gegenüber dem Vorjahr konnte im Jahr 2005 der Gewinn auf 100 Millionen Euro verdoppelt werden. Und die Anzahl der Mitarbeiter des Post-Konzerns hat sich in diesem Jahr um 1.300 Mitarbeiter reduziert. Sie wissen, was die Börsianer wollen!

Leserbrief an den Vorwärts (DJP)

Meinung Von Leo Furtlehner

Franz Winterer wirft in seinem Beitrag "Postprivatisierung: Einfach schamlos..." im "Vorwärts" einige interessante Aspekte auf. Der Kernpunkt seiner Kritik ist die Feststellung, daß die "Aufforderung zum Aktienkauf durch die Belegschaft ein Aufruf zum Kannibalismus der Lohnabhängigen untereinander" ist. Dem kann man nur voll beipflichten.

Rastlose ArbeiterInnenbewegung, ratlose Sozialdemokratie

Meinung Von Thomas Rammerstorfer

Vorweg: Das Buch ist in seiner Faktenfülle bezüglich der Geschichte des Arbeitskampfs in deutschen Ländern wohl einzigartig und als solches zu empfehlen, allein weil nichts Vergleichbares existiert. Beginnend mit dem „ersten Arbeitskampf auf deutschen Boden“, dem Gürtlerstreik in Breslau 1329 spannt sich der Bogen bis zum Metallerstreik in Ostdeutschland 2003. In der detailreichen und mit zahlreichen Zitaten versetzten Schilderung von Arbeitskämpfen liegt zweifelsohne die Stärke des Buches. Der Streik der schlesischen Weber 1844 der MunitionsarbeiterInnenstreik 1918, der Generalstreik gegen den konterrevolutionären Kapp-Putsch 1920 - insgesamt werden 61 Arbeitskonflikte und deren politischen und juristischen Folgen geschildert.