GLB
Gewerkschaftlicher Linksblock im ÖGB (GLB)
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Wie eine Meinung im Kopf entsteht

Geschichte Werner Lang zum zehnten Todestag von Ernst Alexander Rauter

„Das Hirn reagiert auf die Anstrengungen der Hände. Hände verändern nicht nur die Umwelt, auch das Gehirn. Das Gehirn speichert die Erfahrungen, die die Hände beim Arbeiten machen.

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Späte Gerechtigkeit für die Streikopfer

Geschichte Der Gewerkschaftsbund räumt nach Jahrzehnten einen Irrtum bei der Betrachtung des Oktoberstreiks 1950 ein

Als 1950 in Österreich alle Räder stillstanden, war Walter Stern gerade 26 Jahre alt. „Wir haben uns zu einer Vollversammlung im Betrieb getroffen, die Mehrheit hat für die Arbeitsniederlegung gestimmt“, erzählt der 1924 Geborene heute.

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Veränderung der Gewerkschaftspolitik

Geschichte Werner Lang zum Oktoberstreik 1950

65 Jahre nach dem „Oktoberstreik“ hat sich, auf Initiative des GLB, endlich der ÖGB offiziell von der Putschlüge verabschiedet und die ausgeschlossenen Kolleginnen rehabilitiert, schreibt Josef Stingl. Warum dauerte das so lange?

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Kampfmaschine Arbeiterbewegung?

Geschichte Werner Lang über Anfänge der Arbeiterliteratur

Die Selbstmythologisierung der Arbeiterbewegung bedient sich der Maschinenwelt nicht nur als Requisit, sie schreibt ihre mythische Macht zu, die sich das Proletariat auf dem Weg der Befreiung zu eigen machen muss. 1893 kann man noch lesen:

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Mythos der Arbeitswelt

Geschichte Werner Lang über die Glorifizierung der Arbeit

Aus den Anfängen der Arbeiterliteratur ist noch etwas zur Mystifizierung der Arbeitswelt durch die Sozialdemokratie mit Hilfe des Buches von Klaus-Michael Bogdal „Zwischen Alltag und Utopie“ zu erwähnen.

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Oktoberstreik 1950: Der Beschluss des ÖGB-Bundesvorstandes

GeschichteSitzungsunterlage – ÖGB-Bundesvorstand – 29. Oktober 2015

Tagesordnungspunkt 8: Feststellung zu den Oktoberstreiks

Beschluss

Bericht

Im Frühjahr dieses Jahres ist der GLB mit dem Anliegen an die ÖGB Geschäftsleitung herangetreten, das ÖGB Gründungsmitglied Gottlieb Fiala und mit ihm im Jahr 1950 ausgeschlossene Kolleginnen und Kollegen anlässlich der 70 Jahr Feiern des ÖGB zu rehabilitieren. Begründet wurde das wie folgt:

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Von der Putschlegende zur Rehabilitierung

Geschichte 65 Jahre nach der Streikbewegung vom September und Oktober 1950 hat der ÖGB die damals ausgeschlossenen kommunistischen GewerkschafterInnen rehabilitiert. Manfred Mugrauer, wissenschaftlicher Sekretär der Alfred Klahr Gesellschaft über den Oktoberstreik 1950.

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Aus der Geschichte lernen?

Geschichte Kurze Beiträge von Werner Lang zur Geschichte der Arbeiterliteratur

Die Sozialdemokratie in ihrer Mehrheit machte den ersten Weltkrieg mit, und später begnügten sich die Mehrheitssozialisten mit oberflächlichen demokratischen Ornamenten und ließen alles Wesentliche des alten Systems nicht nur fast unberührt, sondern gaben der Reaktion in der Nachkriegszeit in weitem Umfang die Möglichkeit, ihre Kräfte zu konzentrieren und ihre Diktatur vorzubereiten.

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Der Wille zur Einheit

Geschichte Oliver Jonischkeit zum 70. Jahrestag der Gründung des ÖGB

1945 wurde der einheitliche, überparteiliche ÖGB durch Johann Böhm (SPÖ), Lois Weinberger (ÖVP) und Gottlieb Fiala (KPÖ) gegründet. Die entsprechende Erklärung vom 13. April 1945 wendet sich gegen Krieg und Faschismus, am 30. April 1945 wurde die Gründung des ÖGB genehmigt.

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Agnes Primocic (1905-2007)

Geschichte Im Bild Agnes Primocic bei der Einweihung des Antifaschistischen Mahnmals in Salzburg 2002

Sie war Gewerkschafterin und Betriebsrätin, Kommunistin und Widerstandskämpferin, Aufklärerin und Mahnerin. Agnes Primocic’s Leben (30.1.1905-14.4.2007) war ein durch und durch politisches. Ab den 1920er Jahren arbeitete sie in der Halleiner Zigarren- und Tabakfabrik, als Betriebsrätin der „Tschickweiber“ kämpfte sie gegen unmenschliche Arbeitsbedingungen, bewirkte Solidarität unter Arbeiterinnen und Arbeitern. Vielen Frauen verhalf sie durch Aufklärung zu gestärktem Selbstbewusstsein.

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Aus der Geschichte vom ersten Weltkrieg lernen

Geschichte Werner Lang sammelte Fakten über den ersten Weltkrieg

Bei gesellschaftlichen Verhältnissen, indem sich die Gesellschaft schon zu einer in Produzenten und Eigentümer gespaltenen entwickelt hat, können die, die im Besitz der Produktionsmittel und die Kommandohöhen der Wirtschaft beherrschen, so wie es im Ersten Weltkrieg der Fall war, auch in Kriegszeiten immense Gewinne einfahren.

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Der Kampf um den Achtstundentag

Geschichte Anne Rieger zur Geschichte des 1. Mai

Am 1. März 1834 streikten 30.000 Arbeiter in Manchester für den Achtstundentag: „Acht Stunden arbeiten, acht Stunden schlafen und acht Stunden Freizeit und Erholung“. Die Bewegung wurde zerschlagen.

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Zum 70. Todestag von Richard Zach

Geschichte Von Werner Lang

Richard Zach kam am 23. März 1919 in Graz als zweiter Sohn einer steirischen Arbeiterfamilie zur Welt. Richards Vater Rupert war als Fassbinder in der Brauerei Göß/Puntigam in Graz beschäftigt. Seine Mutter arbeitete neben Haushalt und Familie an den Wochenenden als Aushilfe in einem Gasthaus. Von 1926 bis 1930 besuchte Richard Zach die Volksschule und danach vier Jahre die Hauptschule in Graz.

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Robert Tressell, Arbeiterliteratur par excellence

GeschichteVon Werner Lang

Das Buch von Robert Tressell: „die Menschenfreunde in zerlumpten Hosen“ ist die Arbeiterliteratur par excellence. So wie Arbeiterliteratur von Literaturwissenschaftler definiert wird. Als ein Sammelbegriff für Literarische Werke von Arbeitern, in denen sie sich mit ihren eigenen Lebensbedingungen auseinandersetzen … .

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Kommunistische Gewerkschafts-, Arbeiterkammer- und Betriebsrätepolitik in der Zweiten Republik

Geschichte Von a.Univ-Prof. Dr. Hans Hautmann, Historiker (Wien)

Gewerkschaften, Arbeiterkammern und Betriebsräte sind Organisationen, die aus dem Kampf der arbeitenden Menschen für ihre elementaren wirtschaftlichen und sozialen Interessen hervorgegangen sind und deren Vorhandensein so lange eine Notwendigkeit bleiben wird, so lange es den Kapitalismus gibt. Entstanden die Gewerkschaften bei uns bereits um die Mitte des 19. Jahrhunderts, so waren die Arbeiterkammern und Betriebsräte Errungenschaften der österreichischen Revolution von 1918/19.

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Buchtipp: Schreib! Arbeiter!

Geschichte Die Literatur der Arbeitswelt war in ab den 1960er Jahren eine breite Bewegung, die nicht nur viele SchriftstellerInnen zur Auseinandersetzung mit der Arbeitswelt bewegte, sondern auch einfache ArbeiterInnen oder Angestellte bewog selbst zur Feder zu greifen.

Einer von ihnen war der steirische Arbeiter Erich Zwirner (1928-2003), der sich 1978 am Literaturwettbewerb „Geschichten aus der Arbeitswelt“ der steirischen Arbeiterkammer beteiligte und in den folgenden Jahren mit einer Reihe von Geschichten seine Erfahrungen zu Papier brachte und dafür mit weiteren Preisen ausgezeichnet wurde. Die Werkstatt Wien des Werkkreises Literatur der Arbeitswelt würdigte Zwirner 2011 mit einer Broschüre in der (auszugsweise) seine wichtigsten Arbeiten dokumentiert werden. Besonders eindrucksvoll die Kurzgeschichte „Tod in der Nacht“.

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Aktueller denn je

GeschichteFast ein Jahrzehnt ist es schon her, als das Sozialstaatsvolksbegehren die politische Diskussion bewegte. Die Anliegen dieses Volksbegehrens sind freilich aktueller denn je.

In der Eintragungswoche vom 3. bis 10. April 2002 unterstützten 678.690 Menschen, das waren immerhin 11,55 Prozent der Wahlberechtigten, das Sozialstaatsvolksbegehren, womit dieses Volksbegehren auf Rang 7 aller bisher stattgefundenen Volksbegehrens rangiert. Verlangt wurde dabei dem Artikel 1 der österreichischen Bundesverfassung folgenden Absatz hinzuzufügen:

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Mythos Putsch

Geschichte Von Manfred Mugrauer

Zum 60. Jahrestag des Oktoberstreiks fand im ÖGB-Haus eine gemeinsame Diskussionsveranstaltung der AK Wien, des Verbandes österreichischer gewerkschaftlicher Bildung (VÖGB) und der Alfred Klahr Gesellschaft statt.

Die große Streikbewegung vom September und Oktober 1950 wurde bis in die jüngere Vergangenheit herauf zum versuchten Staatsstreich, zum kommunistischen Putsch umgedeutet.

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Langer Atem und kämpferische Ungeduld

Geschichte Irma Schwager ist am 31. Mai 90 Jahre alt geworden. In der Roten Bar des Volkstheaters in Wien organisierten die Frauen der KPÖ und des Bundes Demokratischer Frauen (BDF) eine eindrucksvolle Feier, zu der zahlreiche GratulantInnen, viele BegleiterInnen aus einem bewegten, breitgestreuten politischen Leben und natürlich die Familie kamen.

Mit beeindruckenden kulturellen Darbietungen (Chor Gegenstimmen, Margarethe Deppe, Reinhart Sellner, Eva Dité, Heino Fischer, Linde Prelog, Enkelsohn Robert Rotifer) und in den Redebeiträgen (Melina Klaus, Hedwig Gründler, Ernst Schwager, Birge Krondorfer, Bärbel Danneberg) wurde Irma Schwager geehrt und Dank ausgesprochen für ihren unermüdlichen Einsatz im Interessen der Frauen, für Frieden und ihr antifaschistisches Engagement.

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Streik oder Putschversuch? Zu den Ereignissen im Herbst 1950

Geschichte Von Hans Hautmann

Der Streik, der vor sechzig Jahren, im September und Oktober 1950, stattfand, war der größte Streik der österreichischen Nachkriegszeit und eine der bedeutendsten Kampfaktionen in der Geschichte der österreichischen Arbeiterbewegung überhaupt.

Wir Historiker sind ständig mit dem Phänomen konfrontiert, dass sich Geschichtslegenden entgegen allen historischen Tatsachen zählebig behaupten. Das öffentliche Bewusstsein über ein historisches Ereignis ist oft wesentlich geschichtsmächtiger als das Ereignis selbst.

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Wer war Gottlieb Fiala?

Geschichte Auf dem bekannten Bild, auf man die Teilnehmer an der Begründung des ÖGB vom 13. April 1945 sieht - Lois Weinberger (ÖVP), Johann Böhm (SPÖ) und Gottlieb Fiala (KPÖ) von links nach rechts - erkennt man eigentlich nur drei ausgemergelte Gestalten. Einer der drei ist Gottlieb Fiala, der für die kommunistischen GewerkschafterInnen die Gründungsurkunde unterzeichnete und als Vizepräsident des überparteilichen neuen Gewerkschaftsbundes fungierte.

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Das Kinderhaus der Glanzstoffwerke

Geschichte Von Roman Gutsch

Am 18. Jänner 2010 jährt sich der Tod von Margarete Schütte-Lihotzky zum zehnten Mal. Sie verstarb nur wenige Tage vor ihrem 103. Geburtstag.

1897 in Wien geboren war Architektin Margarethe Schütte-Lihotzky die erste Frau, die an der Wiener Kunstgewerbeschule (heute Universität für Angewandte Kunst) studierte. 1917 gewann sie den ersten Preis in einem Wettbewerb für die beste Lösung „Eine Wohnküche in der äußeren Vorstadt“. Bereits mit zwanzig Jahren hatte sie also ihren Weg gefunden: soziale Bedürfnisse und Architektur zusammenzubringen.

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Buchtipp: Adele Stürzl. Eine Annäherung

Geschichte Rosmarie Thüminger: Mit offenen Augen. Hardcover mit Schutzumschlag 14 x 22 cm 214 Seiten, mit Anhang zum historischen Hintergrund, ISBN 978-3-900888-46-6 Euro 22,50. Zu bestellen unter tirol@kpoe.at

Die Tiroler Autorin Rosmarie Thüminger, selbst engagierte Kommunistin, würdigt in ihren neuesten Buch eine mutige Frau, Adele Stürzl, die im Widerstand ihr Leben verlor. Eine respektvolle Annäherung an ihre Beweggründe, ihre Hoffnung und Überzeugung, die ihr mutiges Handeln leiteten, eingebettet in das geschichtliche Umfeld, mit der lebendigen Schilderung der Lebensbedingungen dieser Zeit.

Adele Stürzl ist am 23. November 1892 als Tochter der Maria und des Johann Sturz in Wien, Favoriten geboren. Ihre Eltern stammten aus dem südböhmischen Bezirk Znaim. Nach einer harten Kindheit und Jugendjahren als Dienstmagd wagt sie den Ausbruch ins Ungewisse und fährt nach Wien zurück, um sich dort Arbeit zu suchen.

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125 Jahre Arbeitsinspektion in Österreich

Geschichte Von Christian Gaishofer

Im Jänner 1884 nahmen die ersten Arbeitsinspektoren, damals noch als Gewerbeinspectoren bezeichnet, ihre Tätigkeit auf. Alice Ritter wurde 1906 als erste Frau in der Gewerbeinspektion in Wien eingesetzt.

Der 1. Weltkrieg war durch eine Aufweichung der ArbeitnehmerInnenschutzbestimmungen gekennzeichnet. Die Gewerbeinspektoren konnten ihrer Kontrolltätigkeit aufgrund der Einberufungen von Beamten zum Kriegsdienst bzw. durch die Belastung von kriegsnotwendigen Tätigkeiten nicht mehr in ausreichendem Maß nachkommen.

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Der Chef kam mit der Hundepeitsche

Geschichte Von Hubert Schmiedbauer

Dokumente zur Kraft und Moral der österreichischen Arbeiterbewegung

…in einer Situation, in der ständig wiederholte Botschaften wie „Effizienz“, „Leistungsgesellschaft“, „Marktwirtschaftlichkeit“, „Deregulierung“, „unternehmerisches Denken“, „Flexibilität“ usw. das Urteilsvermögen der Lohnabhängigen zermürben und kapitalismuskritisches Denken in Acht und Bann versetzen sollen… Hans Hautmann *)

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GLB trauert um Berta Brichacek

Geschichte Am 3. April 2009 ist Berta Brichacek im 95. Lebensjahr verstorben. 1914 in einer Wiener Arbeiterfamilie geboren, konnte sie nur die Volksschule absolvieren und erlernte den Beruf einer Buchbinderin. Schon in früher Jugend engagierte sie sich in der Sozialistischen Arbeiterjugend und wurde 1933 Mitglied der schon illegalen KPÖ. 1938 musste sie mit ihrem Kampf- und Lebensgefährten Otto Brichacek über Prag nach London emigrieren, wo sie unter dem Decknamen Emmy Walter die Freie Österreichische Jugend (FÖJ) in Großbritannien aufbaute und für die Befreiung Österreichs vom Hitlerfaschismus kämpfte.

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GLB trauert um Anton Hofer (1927-2009)

Geschichte Am 14. Februar 2009 starb im 82. Lebensjahr nach langer schwerer Krankheit der langjährige frühere Bundesvorsitzende der Fraktion Gewerkschaftlicher Linksblock im ÖGB (GLB).

Anton Hofer wurde am 1. Juni 1927 als Sohn einer Arbeiterfamilie in Lichtenwörth (NÖ) geboren. Bereits als 17jähriger wurde er zum Reichsarbeitsdienst und anschließend zur deutschen Wehrmacht eingezogen, kam in sowjetische Kriegsgefangenschaft und konnte, da noch nicht 18jährig, schon 1945 zurückkehren. Kurz darauf begann er eine Berufslaufbahn als technischer Zeichner bei der damaligen SMV (der heutigen OMV) und wurde bald mit dem Aufbau der Betriebsfeuerwehr und des Werkschutzes beauftragt.

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Johanna Dohnal. Innensichten österreichischer Frauenpolitiken

GeschichteJohanna Dohnal. Innensichten österreichischer Frauenpolitiken. Innsbrucker Vorlesungen. Hrsg. von Erika Thurner und Alexandra Weiss; Tiroler Studien zu Geschichte und Politik/ Band 9

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Vom selben Schlag

Geschichte Migration und Integration im niederösterreichischen Industrieviertel
Von Thomas Schmidinger (Hg.)
ISBN: 978-3-902282-17-0
Preis: 19.90 Euro

Das Industrieviertel bildet den ersten industrialisierten ländlichen Raum Österreichs. Seine Migrationsgeschichte ist eng mit Industrialisierung und Deindustrialisierung verbunden. Umgekehrt war die Industrialisierung der Region selbst von Anfang an mit Migration aus anderen Teilen der österreichisch-ungarischen Monarchie (etwa Böhmen und Mähren) verbunden. Viele Bewohner des Industrieviertels sind heute die Nachkommen dieser MigrantInnen des 19. Jahrhunderts. Heute leben im Industrieviertel wesentlich mehr MigrantInnen und Flüchtlinge als in irgendeiner Region Niederösterreichs. Zugleich spielt das Industrieviertel eine wichtige Rolle in der Entwicklung moderner kritischer Sozialwissenschaften in Österreich.

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Die kämpferischen Seiten des ÖGB

Geschichte Von Hubert Schmiedbauer

Die Gewerkschaften können heuer ein besonderes „8er-Jubiläum“ feiern: Im Mai 1948 wurde der erste ÖGB-Kongress abgehalten. Die Gründung des einheitlichen Gewerkschaftsbundes hatte im April 1945 mit Versammlungen im befreiten Wien begonnen – die Hitler-Wehrmacht hatte noch nicht kapituliert und ließ in den letzten Kriegswochen weitere zehntausende Österreicher und Deutsche den „Heldentod“ sterben – und das sowjetische Militärkommando bewilligte sofort die Gründungsurkunde mit den drei Unterschriften der führenden Gewerkschafter von SPÖ (Johann Böhm), ÖVP (Lois Weinberger) und KPÖ (Gottlieb Fiala). Drei Jahre später war es dann soweit, dass ein ordentlicher Kongress einberufen werden konnte.

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