GLB
Gewerkschaftlicher Linksblock im ÖGB (GLB)

Online-Petition

Lohnnebenkosten sind Lohnbestandteile!
Kein Sozialabbau durch die Hintertür!

Ich unterstütze diese Aktion und diese Forderungen:

  • Keine Reduzierung oder Abschaffung der Lohnnebenkosten als Lohnbestandteile und wichtige soziale Errungenschaften
  • Umstellung der Bemessung lohnbezogener Lohnnebenkosten auf die Bemessung nach der gesamten Wertschöpfung
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zu dieser Petition und anderen Aktivitäten per Email erhalten.
 

Anzahl der UnterstützerInnen: 1125
Liste der UnterstützerInnen

In einer neuen Offensive wird nicht nur von Vertretern von Wirtschaftskammer und Industriellenvereinigung, sondern auch quer durch die Parlamentsparteien unter dem Vorwand einer steuerlichen Entlastung des Faktors Arbeit die Senkung der Lohnnebenkosten gefordert. Sogar der Sozialminister und frühere ÖGB-Chef Rudolf Hundstorfer hat sich dieser Kampagne angeschlossen und eine „Entlastung bei den Lohnnebenkosten“ angekündigt, die mittlerweile ihren Niederschlag im Koalitionsabkommen 2013-2018 gefunden hat und den Unternehmen 200 Mio. Euro Extraprofit pro Jahr bringen soll.

Völlig ausgeblendet wird dabei, was Lohnnebenkosten eigentlich sind und wen deren Reduzierung trifft: Lohnnebenkosten sind Dienstgeberanteile zur Kranken-, Unfall, Pensions- und Arbeitslosenversicherung, Beiträge zur Entgeltsicherung bei Insolvenzen und zum Familienlastenausgleichsfonds, die AK-Umlage, das Urlaubs- und Weihnachtsgeld, Sonderzahlungen für Feiertage, Entgelt für Ausfallzeiten, Rücklagen für Abfertigungen und Krankengeld, die Kommunalabgabe sowie Beiträge zur Wohnbauförderung und zur Berufsausbildung!

Die Arbeiterkammern betonen zu Recht, dass die Lohnnebenkosten elementare Bestandteile des Einkommens und der sozialen Sicherheit der Lohnabhängigen sind. Die Kommunalabgabe ist eine wichtige Grundlage der Gemeindefinanzen, ihre Abschaffung würde ein Finanzloch der Gemeinden und Tarif- und Gebührenerhöhungen zur Folge haben. Die Abschaffung der Beiträge zur Wohnbauförderung würde das Wohnen noch mehr verteuern. Die Beiträge zur Berufsausbildung sind für ein funktionierendes Bildungssystems unerlässlich.

Die Kapitalvertretungen behaupten, dass die Lohnnebenkosten ein Wettbewerbsnachteil wären, obwohl Österreich im EU-Vergleich dabei mit 37 Prozent nur an 9. Stelle liegt (Stand 2012). Verschwiegen wird, dass für die Wettbewerbsfähigkeit nicht die Nebenkosten allein, sondern die Gesamtarbeitskosten und insbesondere die Stückkosten entscheidend sind. Aber auch bei den Arbeitskosten liegt Österreich laut Eurostat nur an 9. Stelle der EU-Länder.

Bedingt durch die extreme Rationalisierung und die Tiefe der Wertschöpfung hat die österreichische Wirtschaft eine enorm hohe Produktivität erreicht. Um der Rationalisierung Rechnung zu tragen ist daher eine Umstellung der Bemessung der Lohnnebenkosten nach der gesamten Wertschöpfung statt wie bisher nach der reinen Lohnsumme dringend notwendig. Damit würde auch die Belastung der Unternehmen durch Lohnnebenkosten gerechter verteilt.

Lohnnebenkosten sind Lohnbestandteile!
Kein Sozialabbau durch die Hintertür!

Letzte Änderung: Wednesday, 28. August 2013 @ 04:03|Angezeigt: 45.531 Druckfähige Version anzeigen

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