Talk statt Diskussion
Mittwoch, 15. Mai 2013 @ 22:00
Die beste Mitarbeiterbeteiligung ist eine Lohnpolitik durch welche die Beschäftigten nicht nur die Teuerung, sondern auch den ihnen zustehenden Anteil am Produktivitätswachstum erhalten, stellt Josef Stingl, Bundesvorsitzender der Fraktion Gewerkschaftlicher Linksblock im ÖGB (GLB), zum jüngsten Vorstoß von ÖVP-Chef Michael Spindelegger und WKO-Boss Christoph Leitl fest.

Die 160. Vollversammlung der AK Wien hat am 7. Mai 2013 einstimmig einen GLB-Antrag gegen die Sonntagsöffnung im Handel angenommen.
Die SPÖ präsentiert sich zum 1. Mai als „Partei der Arbeit“. Josef Stingl, Bundesvorsitzender der Fraktion Gewerkschaftlicher Linksblock im ÖGB (GLB), erinnert daran, dass die SPÖ durch ihre Regierungspolitik die gängige Lohnarbeit zunehmend belastender und auch nicht mehr für die Finanzierung eines zeitgemäßen Lebensstandards ausreichend gemacht hat. Akkordiert wurde dies durch die sozialpartnerschaftliche Unterordnung des ÖGB unter die Wünsche des Kapitals, etwa durch eine defensive Lohnpolitik und das Einschwenken auf die Flexibilisierung.
Was Hr. Landeshauptmann Voves dazu verleitete den Beibehalt des Pflegeregresses – mit Schützen(höfer)hilfe des „Reformpartners“ ÖVP – so vehement zu verteidigen wird wohl sein Geheimnis bleiben. Sein Vorschlag, die Bundesregierung möge dies per Bundesgesetz reparieren ist anzuzweifeln. Haben die anderen 8 Bundesländer die keinen Pflegeregress mehr einheben falsch oder gar amoralisch gehandelt?
Die von Ex-Finanzminister Karl Heinz Grasser 2003 eingeführte mit Steuergeldern geförderte private Pensionsvorsorge hat sich als eine einzige Pleite erwiesen bei der nur Banken und Versicherungen profitieren und die Versicherten draufzahlen, daher soll sie eingestellt werden, fordert Josef Stingl, Bundesvorsitzender der Fraktion Gewerkschaftlicher Linksblock im ÖGB (GLB).
Verärgert über Fehlinformation in Medienberichten über Veranstaltungen zum 1. Mai zeigt sich der GLB-Arbeiterkammerrat und Grazer KPÖ-Gemeinderat Kurt Luttenberger. „Nur weil sich die FSG (Fraktion Sozialistischer Gewerkschafter) heuer in der Helmut-List-Halle einsperrt, kann man nicht davon sprechen, dass ‚die Gewerkschaft‘ heuer nicht auf die Straße geht“, so Luttenberger
Die Auseinandersetzung um die Sonntagsöffnung im Handel wird immer deutlicher zu einer Schlüsselfrage in der Auseinandersetzung um eine noch weitergehende Flexibilisierung der Arbeitszeit nicht nur für die rund 500.000 Beschäftigten im Handel sondern als Signalwirkung auch für andere Branchen, meint Josef Stingl, Bundesvorsitzender der Fraktion Gewerkschaftlicher Linksblock im ÖGB (GLB).

Input von Karin Antlanger beim Sozialkonvent von KPÖ, GLB und EL am 20.4.2013 in Wien
Der GLB unterstützt die Europäische Bürgerinitiative "Wasser ist ein Menschenrecht", mit der eine Pflicht zur Privatisierung der Wasserversorgung verhindert werden soll.
Der GLB hat eine Aktion gestartet. Unter dem Titel "Kürzer arbeiten, besser leben" wird ein Antrag an den nächsten ÖGB-Bundeskongress gerichtet: "Mindestens zehn Euro in der Stunde. Maximal 35 Stunden in der Woche" ist die Forderung.