Aus Redaktion und GLB

Nach der gelungenen Neugestaltung des Designs unseres Magazins DIE ARBEIT erscheint diese Ausgabe auf einer neuen Papierqualität. Das zuvor verwendete Hochglanzpapier wurde durch eine Alternative abgelöst. Künftig setzen wir auf ein Papier mit hohem Volumen und geringem Flächengewicht, das bei gleicher Stärke wie herkömmliches Papier durch eine besondere Haptik und Griffigkeit überzeugt. Zusätzlich haben wir aus wirtschaftlichen Gründen die Druckerei gewechselt.

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Der aktuelle Arbeitsklima-Index der AK Salzburg weist bei Zufriedenheit einen Zehn-Jahres-Tiefststand aus: Mehr als die Hälfte der Beschäftigten (53 %) sind über die gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung Österreichs besorgt. 47 Prozent kommen mit ihrem Einkommen gerade noch über die Runden, für zwölf Prozent reicht es nicht mehr aus. Zudem belasten Stress, steigende Arbeitsintensität und Zukunftsängste viele – vor allem junge – Lohnabhängige.

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Die Abwärtsspirale bei Löhnen und Gehältern setzt sich fort. Für das vergangene Jahr wird eine Inflationsrate von 3,6 Prozent ausgewiesen. Alle kürzlich abgeschlossenen KV-Lohn- und Gehaltsvereinbarungen schmälern die Kaufkraft der Einkommen: Zum Beispiel die Straßenbaugesellschaften (+3 %), die Nahrungs- und Genussmittelindustrie (+2,55 %), die Handelsarbeiter:innen (+2,55 %) sowie die Sozialwirtschaft (+2,6 % verzögert ab dem 1. April).

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Die Entwicklung hin zu mehrjährigen Kollektivvertragsabschlüssen, die seit der Herbstlohnrunde 2025 verstärkt praktiziert wird, birgt erhebliche Probleme. Bereits jetzt festgelegte niedrige Lohn- und Gehaltsanpassungen für 2027 deuten auf weitere Realeinkommensverluste hin. Zusätzlich scheint es, als ob die Gewerkschaftsführungen bereit wären, das in den letzten Jahren gewachsene Pflänzchen des Widerstandes zugunsten ihres Götzen „Sozialpartnerschaft“ opfern zu wollen.

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Lohnverzicht rettet keine Arbeitsplätze. Die Abschlüsse unter der rollierenden Inflation haben nicht dazu geführt, dass der Arbeitsplatzverlust in der Industrie ein Ende nimmt. Dabei reduzieren auch profitable Konzerne wie die VOEST ihren Beschäftigtenstand, wenn einzelne Unternehmensbereiche nicht gewinnbringend (genug) sind. Auch strukturelle Probleme, wie die der Automobilzulieferindustrie, werden durch Lohnverzicht nicht gelöst. Im Jänner hat etwa der Zulieferer Wollsdorf Leder Insolvenz angemeldet. Dabei liegt der KV-Mindestlohn in der Ledererzeugenden Industrie nur bei 9,59 Euro/Stunde. Bei AVL wurden im vergangenen Jahr 450 Stellen gestrichen, 2026 sollen weitere 350 Jobs wegfallen.

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Eine kleine Überraschung bietet die Gewerkschaft vida, die beim KV-Abschluss für die Handelsarbeiter:innen eine alte Forderung des GLB aufgegriffen hat. Sie bezieht die in den Arbeitskampf involvierten Beschäftigten mit einer Abstimmung über das vorliegende Ergebnis ein.

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