In der Teilzeitfalle
Stefanie Breinlinger über Minister Kochers Attacke auf den Sozialstaat

Die Hälfte der Frauen arbeiten Teilzeit während nur zwölf Prozent der Männer in Teilzeit-Beschäftigung sind. In den meisten Fällen ist es aber nicht selbstgewählt, sondern die einzige Möglichkeit, alle Aufgaben unter einen Hut zu bringen.
Denn Frauen leisten auch den Großteil unbezahlter Arbeit wie Hausarbeit, Kinderbetreuung und Pflege von Angehörigen und verzichten dafür auf eigene Erwerbsarbeit ver- zichten.
Häufig gibt es auch gar nicht das Angebot, Vollzeit zu arbeiten. Eine häufige Praxis in vielen gerade Niedriglohnbranchen ist, dass trotz Teilzeit-Anstellung vom Arbeitgeber systematisch Überstunden gefordert werden. Hinzu kommt, dass die Löhne teilweise unter der Armutsgrenze liegen und die Menschen trotz Arbeit z.B. Sozialhilfe beziehen, um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten.
Anstatt Menschen unnötig unter Druck zu bringen und sie Existenzängsten auszusetzen, sollte der Arbeitsminister besonders die Erwerbsbeteiligung von Frauen fördern. Eine gleichberechtigte Aufteilung von Sorgearbeit etc. zwischen den Partner*innen und eine generelle Arbeitszeitverkürzung könnte dabei hilfreich sein.
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