Eine Mogelpackung
Plus 10 Prozent maximal 400 Euro, so lautet die Erfolgsmeldung der sozialdemokratischen Gewerkschaftsspitze. Wer genauer hinsieht, der erkennt jedoch, dass die Sache einen gewaltigen Haken hat. Einerseits gibt es eine „Wettbewerbssicherungsklausel“, die es einzelnen Unternehmen erlaubt, bis zu 3 Prozent niedriger abzuschließen.
Damit wird erstmals eine Spaltung zwischen den Betrieben erreicht und die Lohnerhöhungen auf die Betriebsebene verlagert. Andererseits werden die KV-Löhne nicht wie die Ist-Löhne um maximal 10, sondern nur um 8,5 Prozent erhöht. Eine Verschlechterung, die bei einem Neueinstieg, bei Leiharbeit, aber auch für alle, die sich zukünftig beruflich verändern wollen, zum Tragen kommt.
Ich finde man soll uns nicht für dumm verkaufen und uns die ganze Wahrheit erzählen. Weil ich will, dass alle die volle Lohnerhöhung bekommen sollen, weil ich diese Spaltung nicht will, habe ich im Verhandlungsteam der Fahrzeugindustrie gegen diesen Abschluss gestimmt.
Weitere Beiträge
Die Landesregierung bringt die steirische Kulturlandschaft ins Wanken
Seit die FPÖ-ÖVP-Landesregierung ihr Amt antrat, brodelt es im steirischen Kulturbereich. Das Jahr 2025 begann mit großer Unsicherheit und Sorgen....
Später in Pension verkleinert nicht die Pensionsschere
Ab diesem Datum haben Männer im Durchschnitt eine Pension erreicht, auf die Frauen erst bis zum Jahresende warten müssen. In...
Ein letztes, trauriges „Glück Auf“ für Max Korp!
Eine zutiefst traurige Nachricht hat uns erreicht. Unser langjähriger Mitstreiter Max Korp ist kurz vor seinem 75. Geburtstag verstorben. Er...
Tirol: Armutsfalle Tourismusjobs
Die Arbeitgeber:innen-Bewertungsplattform Kununu hat festgestellt, dass in Tirol viele Menschen in acht bestimmten Berufsfeldern trotz der Erwerbsarbeit als arm gelten....
Österreichische Version der Besten aller Welten
Eine weitere Hiobsbotschaft für Arbeiter:innen und Studierende an den Universitäten: Dass mit Kürzungen sozialer Auffangnetze herum geschlagen wird, ist schon...
Die Geister, die sie riefen…
Im Vorjahr deuteten die Gewerkschaften, insbesondere die PRO-GE, bereits vor Beginn der Verhandlungen an, einemsogenannten „Krisenabschluss“ zustimmen zu wollen. Und...
