Klimawandel, Sommer und Hitze
Angesichts der anhaltenden Hitzewelle, die uns seit Tagen fest im Griff hat, und der Aussicht auf noch höhere Temperaturen in den kommenden Tagen, hier vorab ein Beitrag aus bevorstehenden Ausgabe unseres Magazins „Die Arbeit“ Nr. 2/2026:
Der Klimawandel führt zu einer spürbaren Zunahme an Sommerhitze und immer mehr Hitzetagen (Tage mit Temperaturen von 30 °C oder höher). Bereits im Mai dieses Jahres wurden die ersten Hitzetage verzeichnet.
Angesichts der steigenden Temperaturen sind verbindliche Regelungen für das Arbeiten bei Hitze unumgänglich – und nicht nur für die schwitzenden Bau- und Straßenarbeiter:innen. Die Hitze belastet weitaus mehr Menschen in den unterschiedlichen Arbeitsbereichen.
Eine umfassende Studie der Arbeiterkammer und der Medizinischen Universität Wien liefert hierzu wichtige Erkenntnisse. Auf Grundlage der Ergebnisse wurden medizinisch fundierte Richtlinien entwickelt, die maximale Arbeitszeiten und notwendige Pausen festlegen. Allerdings zeigt sich, dass es nicht ausreicht, allein die Lufttemperatur als Bezugsgröße heranzuziehen.
Neben der Lufttemperatur müssen auch Faktoren wie Luftfeuchtigkeit, Sonneneinstrahlung sowie die körperlichen und psychischen Belastungen durch die Arbeit einbezogen werden. Es wird aufgezeigt, wie lange unter verschiedenen klimatischen Bedingungen sicher gearbeitet werden kann und wann unbedingt Erholungsphasen eingelegt werden müssen.
Sobald die Körpertemperatur 38,5 Grad erreicht, muss die Arbeit ohne Ausnahme sofort eingestellt werden. Bereits bei einer Lufttemperatur von 27 Grad nimmt die geistige Leistungsfähigkeit merklich ab, während bei 30 Grad das Unfallrisiko um sieben Prozent steigt.
Die Redaktion und der GLB wünschen allen Kolleg:innen einen sommerlichen Mix aus Hitzeschutz am Arbeitsplatz und Sonne im Urlaub!
