Schlimm, schlimmer, Hattmannsdorfer
Der Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer steht auf Kriegsfuß mit den Teilzeitbeschäftigten. Im Ö1–Mittagsjournal meinte er, dass zu attraktiv geworden ist. Er habe Verständnis für jene, die Kinder oder familiäre Pflegefälle betreuen aber nicht für jene, die gesund seien und niemanden zu betreuen hätten. Denn es gehe um „Verantwortung gegenüber der gesamten Gesellschaft“.
Kommentar : Josef Stingl (Stv. Bundesvorsitzender des GLB), Foto: Collage (unsplash, wikipedia)
Auf Kriegsfuß steht der Wirtschaftsminister auch mit den Sozialleistungen aller Lohn- und Gehaltsempfänger:innen. Deren Lohnnebenkosten, die ohnehin durch ihrer eigener Arbeit Schweiß erarbeitenden Sozialleistungen sind das Problem, dass viele Betriebe in den Ruin treibt.
Abgesehen davon, dass nach einem aktuellen Bericht des Kreditschutzverbands KSV1870 nicht die Lohn- und Gehaltskosten, sondern meist Management-, sowie operative und strategische Fehler die Insolvenzursache sind stellt sich hier die Frage: Wo bleibt bei den lohnnebenkostenfinanzierten Sozialleistungen die „Verantwortung gegenüber den Beschäftigten und der gesamten Gesellschaft“. Oder eben „schlimm, schlimmer, Hattmannsdorfer“!
Weitere Beiträge
Nichts dazu gelernt
Im Jahr 2027 sinken die Strompreise in der Grundversorgung im Median leicht um rund vier Prozent. Dies ist im Wesentlichen...
Ab Jahreseinkommen von 500.000 Euro der Spitzensteuersatz
Die geplante Reform der Sozialhilfe zielt darauf ab, höhere Belastungen für Spitzenverdiener:innen einzuführen – zumindest, wenn man den Vorstellungen des...
Einkommensparadoxa
Das Mindestlohnziel des ÖGB wurde beim letzten ÖGB-Bundeskongress auf 2.000 Euro brutto, 14-mal im Jahr, festgelegt. Ende 2025 hatten fast...
„45 Jahre sind genug“ und nicht „45 Jahre sind Pflicht“
Der Gewerkschaftliche Linksblock (GLB), der ÖGB und der Zentralverband der Pensionist:innen Österreichs (ZVPÖ) setzen sich unabhängig vom Lebensalter für ein...
Später in Pension verkleinert nicht die Pensionsschere
Ab diesem Datum haben Männer im Durchschnitt eine Pension erreicht, auf die Frauen erst bis zum Jahresende warten müssen. In...
Österreichische Version der Besten aller Welten
Eine weitere Hiobsbotschaft für Arbeiter:innen und Studierende an den Universitäten: Dass mit Kürzungen sozialer Auffangnetze herum geschlagen wird, ist schon...
