25 Jahre Sonntagsallianz
Seit 25 Jahren engagiert sich diese Allianz dafür, den freien Sonntag zu schützen und zu stärken, anstatt ihn zu untergraben, da er in einer immer schnelllebigeren Welt als sicherer Anker dient.
Die erste Sonntagsallianz wurde 1997 in Oberösterreich gegründet, um auf gesetzliche Entwicklungen zu reagieren, die weitreichende Sonntagsarbeit ermöglicht hätten. Bereits damals war klar: Wenn der Sonntag zur normalen Arbeitszeit wird, verliert die Gesellschaft etwas Grundlegendes. Der freie Sonntag steht für die gemeinsame Zeit, die Menschen verbindet und ihnen hilft, neue Kraft zu schöpfen. Er ist ein wertvoller Taktgeber, der uns in einer immer schnelleren Welt eine Atempause gönnt.
Menschen, die am Sonntag arbeiten müssen, während Familie und Freunde frei haben – sei es in der Gastronomie, im Tourismus, im öffentlichen Verkehr, bei Sicherheitsdiensten oder in der Pflege – kennen die Konsequenzen: Gemeinsame Erlebnisse werden seltener, Ausflüge finden ohne einen statt und Treffen werden rarer. Beziehungen und das Familienleben leiden nicht aus mangelndem Willen, sondern aus fehlender gemeinsamer Zeit.
Auch die Gesundheit leidet unter ständiger Belastung. Sozialwissenschaftler:innen warnen seit Jahren davor, dass ein Leben ohne regelmäßige und planbare Pausen Körper und Seele aus dem Gleichgewicht bringt. Bewusste Ruhezeiten sind entscheidend für Stressabbau, Regeneration, Lebenszufriedenheit und ein gesundes soziales Umfeld. Der gewerkschaftliche Sprecher der Sonntagsallianz, Philipp Kuhlmann, fasst es treffend zusammen:
Der freie Sonntag ist ein Schutzschild gegen die Erschöpfung in einer Arbeitswelt, die zunehmend von Beschleunigung, Flexibilität und ständiger Erreichbarkeit geprägt ist.
Der Gewerkschaftliche Linksblock (GLB) ist Teil der Sonntagsallianz, die auch seit Jahren ein wichtiger Bestandteil des Zentrums Arbeitswelt des GLB beim Volksstimmefest ist.
