Solidarität mit dem 2. Internationalen Aktionstag der Hafenarbeiter:innen

Bereits am 6. Februar 2026 fanden in zwanzig Häfen in sieben Ländern Streiks von Hafenarbeiter:innen gegen das Verladen von Kriegsgerät, für bessere Lebens- und Arbeitsbedingungen statt. Im Mai gründeten Gewerkschaftsorganisationen aus 35 Häfen in Istanbul ein Koordinierungsnetzwerk; dieses umfasst mittlerweile mehr als 40 Häfen im Mittelmeerraum und in Europa – unter Beteiligung von Organisationen aus Frankreich, Griechenland, dem Baskenland, der Türkei, Marokko und Italien – und steht unter dem Motto „Hafenarbeiter:innen arbeiten nicht für den Krieg“.

Für den 30. Oktober rufen Gewerkschaften erneut zu kämpferischen Aktionen und Streiks auf. Der gemeinsame Rahmen „Häfen für den Frieden – Arbeitsplätze in Würde“ verknüpft den Kampf gegen imperialistische Kriege mit dem Kampf um bessere Kollektivverträge, Lohnerhöhungen, sichere Arbeitsplätze, Arbeitszeitverkürzungen sowie Maßnahmen für Gesundheitsschutz und Arbeitssicherheit. Verbunden ist dies zudem mit dem Widerstand gegen Privatisierungen, Fremdvergabe von Aufträgen und Leiharbeit sowie gegen den Einsatz von Automatisierung und künstlicher Intelligenz zum Abbau von Arbeitsplätzen und zur Verschärfung der Ausbeutung.

Technologischer und wissenschaftlicher Fortschritt muss der Verkürzung der Arbeitszeit und der Verbesserung der Lebensbedingungen der Arbeiter:innen dienen, nicht der Profitmaximierung der Monopole. Die Erfahrungen der Hafenarbeiter:innen sind von weitreichender Bedeutung für Beschäftigte in der Metallindustrie und auf den Werften, bei der Bahn, in der Energie- und Telekommunikationsbranche sowie im Transport- und Logistikwesen. Diese Sektoren verbinden Häfen, Industriegebiete und militärische Infrastruktur miteinander und können eine entscheidende Rolle im gemeinsamen Kampf gegen imperialistische Kriege und Ausbeutung spielen.

Die Bundeskonferenz des Gewerkschaftlichen Linksblocks ist solidarisch an der Seite der kämpfenden Hafenarbeiter:innen und unterstützt ihren 2. Internationalen Aktionstag am 30. Oktober 2026

(Beschlossen auf der Bundeskonferenz des GLB am 17. Oktober 2026)

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