Antrag für mehr politische Partizipation bei jungen Menschen
Die Gewerkschaftsbewegung hat hier in Österreich ebenso wie anderswo damit zu kämpfen, junge Leute für die Mitgliedschaft und zum aktiven Mitmachen zu gewinnen. Auch mit Blick auf die Teilnehmer der Sitzungen des Gewerkschaftlichen Linksblocks, dessen aktiven Mitgliedern sowie Funktionäre lässt sich ein tendenziell hoher bzw. steigender Altersschnitt beobachten.
Dieser Problematik von (fehlender) politischer Partizipation jüngerer Generationen steht eine große Skepsis und Pessimismus gegenüber, was Zukunftsperspektiven angeht. Wie etwa der aktuelle AK Jugendmonitor eindrücklich zeigt, sind Vertrauen in die eigenen Zukunftschancen sowie politischer Gestaltungsmöglichkeiten eine Klassenfrage.
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Es kann und muss daher auch die Aufgabe des Gewerkschaftlichen Linksblocks sein, sich für mehr politische Partizipation bei jungen Menschen einzusetzen und ihnen in der Arbeitswelt ein Angebot für politische Orientierung und Organisation zu geben.
In diesem Sinne stellen die unterzeichnenden Mitglieder den Antrag an die Bundeskonferenz des
Gewerkschaftlichen Linksblocks, der GLB und seine Gremien werden damit beauftragt,
- die Vernetzung junger Kolleg:innen voranzutreiben, z.B. über eine Arbeitsgruppe und regelmäßigen Treffen;
- damit die Ausarbeitung eines Programms zu ermöglichen, das speziell die heutigen Anliegen von Lehrlingen und jungen Menschen mit geringfügiger oder Teilzeitbeschäftigung erfasst;
- einen Schwerpunkt darauf zu legen, neue, junge Mitglieder für den GLB zu werben und aktiv einzubinden;
- dabei insbesondere auf die Einbindung weiblicher bzw. nicht-männlicher Personen zu achten;
- die dafür notwendigen Ressourcen zur Verfügung zu stellen;
- der nächsten Bundeskonferenz einen Bericht über gesetzte Maßnahmen und erreiche Ziele, sowie dem erweiterten Bundesvorstand regelmäßige Zwischenberichte vorzulegen.
(beschlossen auf der GLB-Bundeskonferenz am 17.10.2026)
